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Deutschland verpflichtet Reisende aus Risikoländern zu einem Koronatest

Deutsche Reisende, die aus Hochrisikoländern zurückkehren, müssen sich ab Samstag einer obligatorischen Prüfung auf das Koronavirus unterziehen, gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstagmorgen bekannt. Wer einen Test ablehnt, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro.

Spahn schließt weitere Einschränkungen nicht aus. Der Minister will unter anderem herausfinden, welche Feierlichkeiten und Versammlungen noch gerechtfertigt sind, rechnet aber nicht mit einer baldigen Schließung der Geschäfte. Der Minister ist besorgt über die Zunahme der Neuinfektionen. Nur wenige Stunden zuvor meldete das Robert Koch-Institut mehr als tausend neue Fälle, die größte tägliche Anzahl neuer Infektionen seit Mai.

Laut Spahn steht das deutsche Gesundheitssystem nicht unter Druck und das ist alles andere als ein Problem, aber er ist besorgt über die Zunahme. „Ich verstehe, dass die Bewohner die Maßnahmen satt haben, aber sie müssen sich von der Idee entfernen, dass die Pandemie nie wirklich ein Gesundheitsrisiko war“, sagte Spahn. In den letzten Wochen wurden in Büros und bei zurückkehrenden Reisenden viele Infektionscluster beobachtet. Insbesondere Deutsche, die in einem der Balkanländer oder der Türkei waren, hätten positiv auf das Koronavirus getestet. Spahn erklärt, dass nicht nur das Reisen und die schlechtere Einhaltung der Koronamaßnahmen zu dem Anstieg geführt haben. Der Minister betont, dass in den letzten Wochen mehr Tests durchgeführt wurden als zuvor.

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